Mineralien für Wellensittiche

Wellensittiche Mineralien
Feiner Vogelgrit für Wellensittiche

Zusätzlich zum Körnerfutter brauchen Wellensittiche auch Mineralien. Deshalb ist es wichtig, dass sie auf jeden Fall Vogelgrit und einen Kalkstein im Käfig zur Verfügung haben. Außerdem können Sie ihnen eine Sepiaschale anbieten.

Welche Mineralien brauchen Wellensittiche?

Das wichtigste Mineral ist Kalzium. Es wird in vielen Organen und für viele Körperfunktionen benötigt. Wellensittiche brauchen Kalzium zum Beispiel für

  • den Knochenaufbau
  • Muskeln und Nerven
  • den Stoffwechsel
  • die Federbildung und
  • während der Eiablage und der Brut.

Weitere wichtige Mineralien sind zum Beispiel Phosphor und Magnesium. Das Problem ist nun, dass das normale Körnerfutter nicht alle wichtigen Mineralien in ausreichender Menge enthält. Es ist deshalb notwendig, dass Sie Ihre Vögel zusätzlich mit Mineralien versorgen.

Wie versorgt man Wellensittiche mit Mineralien?

Bei der Versorgung mit Mineralien geht es in der Regel vor allem um Kalzium. Sie können Kalzium in Form von

  • Vogelgrit
  • Kalksteinen und anderen Mineralsteinen sowie
  • einer Sepiaschale

anbieten. All das können Sie gut in Zoohandlungen vor Ort oder auch im Internet kaufen.

Vogelgrit

Die wichtigste Quelle an Mineralien ist Vogelgrit. Grit ist ein Mix aus winzigen Steinen und zerriebenen Muschelschalen und enthält viel Kalzium. Wellensittiche brauchen Grit aber nicht nur als Mineralien-Quelle, sondern vor allen Dingen auch zur Verdauung. Sie nutzen die Steine nämlich, um das Körnerfutter im Magen zu zerkleinern. Der Grund ist, dass Wellensittiche keine Zähne haben und die Körner daher einfach so schlucken. Vogelgrit ist deshalb eine lebenswichtige Verdauungshilfe. Er muss im Käfig immer zur Verfügung stehen!

Grit ist bereits in Vogelsand enthalten. Wenn Sie also Vogelsand im Käfig benutzen, können die Vögel die benötigten Steine aus dem Sand picken. Wenn Sie keinen Vogelsand nehmen, müssen Sie Grit auf jeden Fall in einem Napf in den Käfig hängen. Es schadet auch nicht, wenn Sie trotz Vogelsand einen Napf mit Grit aufhängen. Das ist sogar sinnvoll, da der Grit im Napf sauber bleibt und nicht wie der Vogelsand mit Kot verunreinigt wird. Sie brauchen sich auch keine Sorgen zu machen, dass Ihre Vögel zu viel Vogelgrit aufnehmen. Gesunde Wellensittiche futtern immer nur so viel Grit, wie sie tatsächlich brauchen.

Vogelgrit für Wellensittiche sollte immer eine feine Körnung haben. Das bedeutet, dass die Steine sehr klein sein müssen. Bei einer groben Körnung kann es passieren, dass sich die kleinen Vögel an den scharfen Kanten im Rachen, in der Speiseröhre und im Kropf verletzen.

Kalksteine und andere Mineralsteine

Kalksteine und andere Mineralsteine sind Picksteine. Sie bestehen aus Kalk und anderen Mineralien. Manche sind auch zusätzlich mit Jod, Vitaminen und Spirulina (Algen) angereichert.

Kalksteine sind die wichtigsten Picksteine für Wellensittiche. Der Kalk besteht nämlich unter anderem aus dem lebenswichtigen Kalzium. Sie sollten deshalb auf jeden Fall immer einen Kalkstein im Käfig hängen haben. Zusätzlich können Sie noch andere Picksteine mit weiteren Mineralien bzw. mit Jod aufhängen.

Picksteine sind für Wellensittiche nicht nur eine wichtige Quelle an Mineralien. Die Vögel nutzen sie auch, um ihren Schnabel daran zu wetzen und zu pflegen.

Picksteine werden in der Regel mit einem dünnen Draht am Käfig-Gitter aufgehängt. Dieser Draht befindet auf der Rückseite des Picksteins. Es ist sinnvoll, Picksteine an der Seite des Käfigs zu befestigen, die zur Wand steht. So können Sie verhindern, dass Wellensittiche beim Freiflug an den Draht gehen und ihn beknabbern.

Es gibt auch Picksteine zu kaufen, die in einer Halterung aus Kunststoff liegen. Diese Halterung soll man zwischen die Gitterstäbe klemmen. Das klappt allerdings nicht bei jedem Käfig. Außerdem kann es passieren, dass Wellensittiche an der Halterung nagen und Teilchen davon verschlucken. Deshalb sollten Sie solche Picksteine lieber nicht verwenden.

Sepiaschale

Eine Sepiaschale ist ein Skelettteil vom Tintenfisch. Sie riecht daher nach Fisch. Sepiaschalen enthalten sehr viel Kalzium. Sie sind deshalb auch sehr gut geeignet, Wellensittiche mit Mineralien zu versorgen. Allerdings sind sie kein Ersatz für Kalksteine. Das liegt daran, dass Sepiaschalen weicher als Kalksteine sind. Sie sind deshalb für die Schnabelpflege nicht so gut geeignet wie die harten Kalksteine. Sie können eine Sepiaschale aber zusätzlich zum Kalkstein anbieten. Dann haben Ihre Vögel einfach eine weitere Quelle an Mineralien. Außerdem macht es ihnen in der Regel viel Spaß, eine Sepiaschale mit dem Schnabel zu zerlegen.

Wellensittiche Sepiaschale mit Halterung
Sepiaschale mit Halterung

Sepiaschalen werden mit einer speziellen Halterung am Käfiggitter befestigt. Diese kann man in Zoohandlungen und im Internet kaufen. Bei manchen Sepiaschalen ist aber auch schon eine Halterung dabei.

Sie können Sepiaschalen auch am Strand selbst sammeln. Wichtig hierbei ist nur, dass der Strand sauber ist. Außerdem dürfen Sie die gesammelten Sepiaschalen nicht direkt Ihren Vögeln anbieten. Stattdessen müssen Sie erst das Salz ausschwemmen. Dazu legen Sie die Sepiaschalen mindestens zwei Stunden lang in warmes Wasser. Dann spülen Sie sie gründlich ab und lassen sie ein paar Tage lang trocknen. Danach können Sie sie Ihren Vögeln anbieten.

Mineralien in Pulverform

Es gibt schließlich auch noch Mineralien, die man als Pulver über das Körnerfutter streuen kann. Sie sind vor allem in Vogelshops im Internet und zum Teil auch bei Tierärzten zu kaufen. Die Pulver sind aber kein Ersatz für Kalksteine und andere Mineralsteine. Sie sind vielmehr in der Regel für Vögel gedacht, die an einem Mineralstoff-Mangel leiden. Auch Weibchen im Nistkasten, die mehr Kalzium als normal brauchen, kann man während der Eiablage und der Brut gut damit unterstützen.

Sie sollten solche Produkte nur geben, wenn Ihnen Ihr vogelkundiger Tierarzt das empfiehlt. Andernfalls kann es passieren, dass Sie zu viele Mineralstoffe geben. Das kann auf die Dauer schädlich für Ihre Vögel sein. Wichtig bei Mineralien ist nämlich, dass ein Gleichgewicht besteht. Es dürfen nicht zu viele und auch nicht zu wenige sein.