Wellensittiche baden lassen

Wilde Wellensittiche in Australien reiben ihr Federkleid an feuchten Gräsern sauber oder baden am flachen, grasbewachsenen Rand von Gewässern. Auch Hauswellensittiche haben immer noch den Instinkt, ihr Gefieder gründlich im Wasser zu reinigen. Sie sollten Ihren Vögeln deshalb regelmäßig ein Wasserbad anbieten.

Wellensittiche Baden Möhrengrün
Badespaß im feuchten Möhrengrün

Einmal pro Woche ein Bad

Mindestens einmal pro Woche sollten Sie Ihren Wellensittichen ein Bad anbieten. Die beste Tageszeit hierfür ist der Vormittag. Nachmittags und abends gehen Wellensittiche normalerweise nicht ins Wasser, weil sie dann nicht mehr genug Zeit hätten, vor der Nachtruhe ihr Gefieder zu trocknen.

Baden in einer Badeschale

Wellensittiche baden am liebsten in einer Badeschale mit einem flachen Rand. Geeignet sind ein Suppenteller, ein Blumenuntersetzer aus glasiertem Ton oder ein ähnliches flaches Gefäß. Wichtig ist, dass die Vögel das Wasser vom Rand aus mit dem Schnabel noch erreichen und das Wasser sicher betreten können. Achten Sie darauf, dass Sie nur so viel Wasser einfüllen, dass Ihre Wellensittiche noch bequem im Wasser stehen können.

Wellensittiche können nicht schwimmen und würden in zu tiefem Wasser ertrinken!

In Bezug auf die Wassertemperatur ist Wellensittichen kühles Wasser am liebsten. Sie können daher einfach frisches Wasser aus der Leitung nehmen.

Als Standort für die Badeschale eignen sich das Käfigdach, ein Tisch oder eine Fensterbank.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Wellensittiche beim Baden und danach vor kühler Luft schützen, da sie mit ihrem nassen Gefieder besonders anfällig für Infekte sind. Wellensittiche brauchen viel Zeit, um sich zu trocknen, da sie gleichzeitig auch noch ihr Gefieder putzen. Sie brauchen aber natürlich nicht von Ihnen abgetrocknet zu werden, selbst dann nicht, wenn sie nach dem Baden zittern. Das Zittern nach dem Baden ist kein Zeichen dafür, dass ein Wellensittich friert, sondern dass er seine nassen Daunenfedern trocknet.

Denken Sie bitte auch daran, dass manche Wellensittiche mit nassem Gefieder schlecht fliegen können. So kann es passieren, dass ein nasser Wellensittich zu schwer ist, um einen hohen Landeplatz anzufliegen, und er stattdessen auf dem Fußboden landet. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie keinen Wellensittich versehentlich zertreten.

Baden in frischem Grünzeug

Wellensittiche gehen nicht gern in offene Gewässer. Deshalb nehmen Ihre Wellensittiche eine Badeschale, in der sich nur Wasser befindet, möglicherweise nicht an. In diesem Fall ist es sinnvoll, frisches Grünzeug ins Wasser zu legen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Basilikumblätter, Spinatblätter, Möhrengrün und ungiftige Gräser aus der Natur, die Sie erst gut unter Wasser abspülen und dann einfach in die Badeschale hinzugeben.

Alternativ können Sie feuchtes Grünzeug im Vogelkäfig aufhängen, auf das Dach des Vogelkäfigs legen oder an einem der Spielplätze im Vogelzimmer anbringen. Wellensittiche lieben es, ihr Gefieder an frischem Grünzeug zu reiben.

Denken Sie daran, das Grünzeug nach ein paar Stunden bzw. spätestens am Abend wieder zu entfernen und die Badeumgebung gründlich zu reinigen, damit sich keine Keime entwickeln können.

Besprühen mit einer Sprühflasche

An heißen Sommertagen können Sie Ihre Wellensittiche vorsichtig mit kühlem Wasser aus einer Sprühflasche besprühen, um ihnen Abkühlung zu verschaffen. Wichtig ist, dass Sie ihnen niemals direkt in die Augen spritzen.

Als Sprühflasche können Sie eine handelsübliche Blumenspritze nehmen. Nehmen Sie aber niemals eine Blumenspritze, die Sie zuvor schon für die Pflege von Zimmerpflanzen benutzt haben, da sie Keime, Pilzsporen oder Düngemittelreste enthalten kann. Auch eine leere Reinigungsmittel-Flasche dürfen Sie nicht verwenden, da schon kleinste chemische Rückstände lebensgefährlich für Ihre Vögel wären.

Badehäuschen aus dem Zoohandel

Im Zoohandel wird eine große Vielfalt an Badehäuschen aus Plastik zum Einhängen in den Käfig angeboten. Diese Badehäuser werden von den meisten Wellensittichen nicht gern angenommen. Wahrscheinlich fühlen sich die Vögel von den Seitenwänden eingeengt und deshalb darin nicht sicher.