Körnerfutter

Körnerfutter ist das Grundnahrungsmittel von im Haus gehaltenen Wellensittichen. Es ist wichtig, auf eine gute Qualität des Körnerfutters zu achten.

Wellensittiche Koernerfutter
Körnerfutter für Wellensittiche

Gesundes Körnerfutter

Gesundes Körnerfutter für Wellensittiche ohne besondere Ernährungsbedürfnisse sollte Folgendes beinhalten:

  • etwa 30% Kanariensaat (auch Glanz, Glanzsaat oder Spitzsaat genannt)
  • verschiedene Hirsesorten (meist rote und gelbe Kolbenhirse, Senegalhirse, Silberhirse und Platahirse)
  • verschiedene Gras- und Wildsamen (unter anderem Knaulgras).
  • höchstens 5% ölhaltige Saaten (unter anderem  Negersaat, Sesam und Leinsaat)

Das Körnerfutter sollte keine Bäckereinebenerzeugnisse, pflanzlichen Nebenerzeugnisse, Milch und Molkereiprodukte sowie Öle und Fette enthalten. Bäckereinebenerzeugnisse sind in Bäckereien anfallende Reste, die nicht mehr zu Backwaren verarbeitet werden können und für Wellensittiche zu viel Salz und Zucker enthalten. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind Pflanzenabfälle. Milch und Molkereiprodukte können bei Wellensittichen zu Verdauungsstörungen führen, da Wellensittiche laktoseintolerant sind und keinen Milchzucker verdauen können. Öle und Fette dienen lediglich dazu, die Körner glänzend zu machen und das Futter für den Menschen schön aussehen zu lassen.

Körnerfutter kaufen

Die beste Auswahl an Körnerfutter finden Sie in auf Vogelbedarf spezialisierten Online-Shops. Diese haben ein breites Angebot an Körnermischungen, die meist von den Shop-Betreibern selbst entwickelt und zusammengestellt werden und damit gut auf die Ernährungsbedürfnisse von Wellensittichen abgestimmt sind. Außerdem geben manche Online-Shops auch die Zusammensetzung ihrer Futtermischungen in Prozent an, so dass Sie mit etwas Erfahrung selbst erkennen können, ob eine bestimmte Futtermischung für Ihre Wellensittiche geeignet ist. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn Sie übergewichtige Wellensittiche haben, die zum sanften Abnehmen ein fettarmes Diätfutter benötigen.

Natürlich können Sie Körnerfutter auch in Supermärkten und Drogerien und im Zoohandel kaufen. Diese Läden führen Körnermischungen der bekannten Markenhersteller und teilweise auch Eigenmarken. Allerdings sind die industriell hergestellten Körnermischungen oft nicht so gut auf die Ernährungsbedürfnisse von Wellensittichen abgestimmt. Das Hauptproblem sind Inhaltsstoffe wie Bäckereinebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Milch und Molkereiprodukte sowie Öle und Fette. Diese werden als billiges Füllmaterial oder aus anderen Gründen beigemischt, obwohl sie Wellensittichen kaum oder keine Nährstoffe bieten bzw. von Wellensittichen nicht richtig verdaut werden können.

Im stationären Zoohandel wird manchmal auch offen gelagertes Körnerfutter in sogenannten Futterbars angeboten. Hier sollten Sie auf keinen Fall zugreifen, da die Lagerung aus hygienischer Sicht nicht sicher genug ist. Sie können zum Beispiel nicht erkennen, ob andere Kunden mit bloßen Händen in das Futter gefasst und Keime eingebracht haben. Auch Futterschädlinge können sich in offen gelagertem Futter leichter und unbemerkt ausbreiten.

Lagerung von Körnerfutter

Körnerfutter muss kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Wenn Sie eine neue Packung anbrechen, sollten Sie das Körnerfutter zuerst gründlich auf Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer untersuchen. Wenn Sie eine Packung in einen festen Behälter umfüllen, sollten Sie diesen nicht luftdicht verschließen, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Tägliche Futtermenge pro Wellensittich

Ein Wellensittich benötigt etwa zwei Teelöffel (entspricht ca. 10 Gramm) Körnerfutter am Tag. Bei zwei Wellensittichen sind es vier Teelöffel, bei vier Wellensittichen acht Teelöffel, und so weiter. Das erscheint wenig, ist aber für die kleinen Vögel im Normalfall ausreichend.

Natürlich können Sie Ihren Wellensittichen eine kleine Reserve zusätzlich servieren. Achten Sie aber darauf,  dass Ihre Wellensittiche nicht mehr futtern, als sie zum Sattwerden brauchen und übergewichtig werden. Übergewicht ist bei vielen Hauswellensittichen ein Problem, da Hauswellensittiche sich auch bei täglichem Freiflug nie so viel bewegen wie ihre wilden Artgenossen in der Natur.

Täglicher Futterwechsel

Wellensittiche futtern die Körner, indem sie das einzelne Korn mit dem Schnabel und der Zunge aufknacken, die Hülle zu Boden werfen und das Innere des Korns unzerteilt schlucken. Im Futternapf finden Sie daher nach einem Tag die übrig gebliebenen Körnerhüllen (Spelzen) als oberste Schicht. Darunter sind meist noch Körner übrig, an die die Wellensittiche aber mit ihren kleinen Schnäbeln nicht mehr herankommen. Sie müssen daher jeden Tag die Spelzen und das Restfutter komplett entfernen und neues Futter in die Näpfe geben.